Direkt zum Inhalt

Sanierung – Ein Spezialist mit der Liebe zum Alten


Sanierung bedeutet, man lässt etwas sanieren was es schon gibt.

Etwas Altes, etwas das geliebt wird, etwas, das einen schon lange begleitet hat oder das zumindest schon mehrere Generationen gesehen hat.

Das Gebäude wird geprüft, „gut in Schuss“ gebracht und gepflegt. Die Sanierung selbst wird z. B. durch ein Sanierungsunternehmen, Architektenbüro oder ein Bauunternehmen angeleitet.

Viele Altbauten bedürfen aufgrund ihres Alters einer Sanierung, auch hat sich gerade der Bereich der Technik, Heizung, Dämmung und Energie seitdem deutlich weiterentwickelt.

Es ist sinnvoll, mehrere Sanierungsunternehmen, miteinander zu vergleichen, um festzustellen, welcher zu Ihren Vorstellungen und zu Ihren Anforderungen bzw. Ihrem Projekt passt.

Hierzu bietet Ihnen PLAING auch in diesem Bereich ein entsprechendes Speziallistenverzeichnis. Dort können Sie sich mittels der Profile der jeweiligen Bauunternehmen bzw. Architektenbüros einen Überblick verschaffen und sehen dort auch angegebene Referenzen und weitere Informationen zum jeweiligen Unternehmen.

So können Sie vorab eine Liste zusammenstellen und diese nach Ihren Präferenzen kontaktieren und vergleichen. Dies können Sie auch gerne hinsichtlich möglichen Energieberatern in Anspruch nehmen.

Wir geben Ihnen hier einen Überblick über häufig gestellte Fragen:

Was bedeutet eine Sanierung?

Bei einer Sanierung geht es um die Schadensbeseitigung an einem Gebäude.

Das Gebäude wird durchgecheckt, auch tieferliegende Probleme wie alte Baufehler werden gefunden und beseitigt. Es werden Wärmebrücken an den Fenstern gemindert, der Feuchteschutz der Badezimmerwand so optimiert, dass sich kein Schimmel mehr bildet oder der Keller neu abgedichtet, so dass er endlich Grund- und Regenwasser abhält.

Dabei wird hinsichtlich des Aussehens und der Gestaltung des Gebäudes möglichst das ursprüngliche Aussehen beibehalten. Ziel ist es, den besten Zustand des Gebäudes zu erreichen.

Mögliche Problemfelder, die unbedingt einer Abhilfe bedürfen sind z. B. ein undichtes Dach, Schimmelbildung, asbesthaltiges Baumaterial, unzureichende Dämmung, undichte Fenster (Wärmebrücken), feuchte Keller, Rissbildung in den Wänden, marode Wasserleitungen/Stromkabel, veraltete Heizungssysteme oder bröckelnder Putz.

Das Stromleitungssystem sollte z. B. nach ca. 40 Jahren erneuert werden, stark nikotinbelastete Räume benötigen eventuell einen speziellen Isolieranstrich.

Eine Sanierung kann auch durchgeführt werden, während das Haus weiter bewohnt wird. Der Wohnbereich wird dann auf einige Zimmer verlagert und wechselt, nach Fertigstellung des sanierten Teilbereiches, so dass dann der andere Teil des Gebäudes saniert werden kann.

Was unterscheidet eine Renovierung von einer Sanierung?

Bei einer Renovierung stehen Wünsche des Auftraggebers hinsichtlich z. B. einer modernen und schicken Gestaltung des Badezimmers im Vordergrund.

Dabei werden vor allem Schönheitsansprüche gestellt und nach dem Kriterium der Ästhetik vorgegangen.

Alte Bauteile werden durch neue ersetzt, aber es liegt keine Schadensanalyse zugrunde. Die Wünsche des Beauftragenden sind zentral die Ästhetik und nicht die Beseitigung von Gebäudemängeln. Eine Renovierung umfasst z.B. neues Tapezieren oder Streichen.

Was ist eine Kernsanierung?

Bei einer Kernsanierung geht es um die Substanz, genauer um die Bausubstanz.

Der „Kern“ des Gebäudes, die tragenden Wände, die Decken, aber auch die Heizungsanlagen, Dämmung, elektrische Leitungen oder die Dacheindeckung werden auf den neusten Stand gebracht.

Vergleichen Sie dies einfach mit einem Besuch beim Hausarzt, der Sie gesundheitlich durchcheckt.

Es werden alle Bereiche die Mängel aufweisen oder veraltet sind, auf den aktuellen Stand der Zeit und Technik gebracht. Da dies umfassend, oftmals auch tief in die bauliche Substanz eingreifend und in allen Bereichen geschieht, führte dies zum Namen „Kernsanierung“.

Welche Gewerke gibt es bei einer Sanierung?

Da eine Sanierung viele Aspekte des Hauses betreffen kann, gibt es hier zahlreiche unterschiedliche Gewerke, also Handlungsschritte oder Arbeitsschwerpunkte der jeweiligen Handwerker. Folgende Gewerke sind im Bereich der Sanierung möglich:

  • Entkernung und Entsorgung (in der Vorbereitung, aber auch ein wichtiger Schritt)
  • Dämmung
  • Dacheindeckung
  • Fassade
  • Keller/Wanne
  • Fenster und Türen
  • Treppen
  • Heizung
  • elektrische Leitungen und elektrische Geräte
  • sanitäre Anlagen und Wasserrohre
  • Malerarbeiten
  • Bodenarbeiten
  • ev. alternative Energien

Welche Reihenfolge sollte bei einer Sanierung beachtet werden?

Aufgrund der Komplexität der Sanierung und der vielen verschiedenen Elemente, welche ineinandergreifen, sind einige grundlegende Tipps in der Reihenfolge zu beachten.

So ist es quasi selbsterklärend, dass man nicht zuerst die Wand neu tapezieren lässt und sich für einen schönen Wallnussparkettboden entscheidet, um danach zu bemerken, dass doch die Wände geöffnet werden müssen, um die dort verwendeten alten Dämmstoffe zu entfernen oder elektrische Kabel zu erneuern.

Hier gilt auch die Regel, dass man besser alles berücksichtigt und überprüfen lässt, denn diese Gelegenheit wird sich in den nächsten Jahrzehnten in der Regel nicht wieder bieten.

Es lässt sich folgender grober Leitfaden zum Vorgehen während einer Sanierung aufstellen:

  1. Analyse des Bauwerkes, Planung erstellen
  2. Möbel, Objekte etc. entfernen
  3. Anbauten (z. B. Lampen etc.) entfernen, evtl. Entkernen (Fliesen, Türen, Fenster, alte Rohe etc. entfernen)
  4. Kernreparaturen: Dach, Wände, Dämmung, Wanne des Kellers etc.
  5. Stromleitungen und Steckdosen neu setzen (inkl. Sicherungskasten)
  6. Heizung verlegen/erneuern, da Wände hierfür geöffnet werden müssen
  7. Sanitäre Anlagen, Küche, Badezimmer, Armaturen und Fliesen sowie Fenster und Türen
  8. Streichen und Boden verlegen

Natürlich lassen sich auch gezielt einzelne Schritte oder Aspekte durchführen. So kann z. B. allein die Heizungsanlage mittels einer Kernbohrung erneuert werden und danach wird dann nur ein neuer Anstrich benötigt.

Generell gilt ein Vorgehen von in der Wand hin zur Oberfläche der Wand sowie vom Groben zum Feinen.

Brauche ich einen Energieberater für meine Sanierung?

Im Falle einer umfangreichen Sanierung eines Einzel- oder Zweifamilienhauses ist seit 2020 nach dem Gebäudeenergiegesetz eine Energieberatung verpflichtend, allerdings nur die kostenlose, eingeschränkte Version.

Dies ist über die Energieberatung der Verbraucherzentrale kostenlos telefonisch möglich, auch ein schriftlicher Nachweis über das erfolgte Gespräch wird gegeben.

Ihre Handwerker werden Sie auch, wenn sie Ihnen ein Angebot unterbreiten, nochmals auf die Pflicht eines solchen kostenlosen Energieberatungsgespräches hinweisen. Für Mehrfamilienhäuser liegt keine Verpflichtung vor.

Es ist trotzdem zusätzlich sinnvoll, vor der Sanierung einen Energieberater hinzuzuziehen. So kann das Haus auch hinsichtlich z. B. des Wärmeverlustes oder energiesparender Maßnahmen optimal saniert werden.

Hier ist es möglicherweise sinnvoll, das kostenlose Angebot selbst noch durch ein Beratungsgespräch mit einem Fachmann, gegen eine Beratungsgebühr von ca. 600 €, zu erweitern.

Behalten Sie im Blick, wie viel Ihnen ein guter Energiehaushalt für ihr Gebäude bringen wird.

Eine Beratung eines Experten für Energieeffizienz ist außerdem dann Pflicht, wenn Sie Fördermittel für die energiegerechte Sanierung beantragen möchten.

Welche Kosten können bei einer Kernsanierung auf mich zukommen?

Eine komplette Kernsanierung eines Altbaus lässt sich mit ca. 400 € bis 600€ pro qm veranschlagen.

Hier seien noch einzelne Aspekte genannt, da auch eine gezielte Sanierung von bestimmten Bereichen möglich ist: Eine Erneuerung des Heizungssystems oder ein Problem mit eindringendem Grundwasser kosten in der Sanierung ca. ab 12 000 €. Eine Dämmung der Fassade kostet beispielsweise ab 200 € pro qm, neue Fenster kann man mit ca. 1000 € einkalkulieren.

Falls Asbest vorhanden ist und entfernt werden muss, kommen Kosten von 2 000 € bis 25 000 € hinzu, je nach Verbauungsart des Asbests.

Kann ich Zuschüsse für eine Sanierung beantragen?

Eine Sanierung lässt sich unter unterschiedlichen Aspekten finanziell fördern:

Denkmal: Ist ein Haus denkmalgeschützt, wird dieses mit bis zu 20 % der Sanierungskosten bei einer energieeffizienten Sanierung unterstützt, maximal 30 000 € pro Wohneinheit. Dies gilt auch für Einzelmaßnahmen.

Energieeffizienz: Seit 2021 gilt die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG). Dies betrifft zum einen die Vollsanierung von Wohngebäuden (nach GEW WG) und die Sanierung von Wohngebäuden mittels Einzelmaßnahmen (BEG EM).

Eine Energieberatung durch einen auf der dena-Expertenliste geführten Energie-Effizienz-Experten für bis zu 5 000 € fördern lassen (Ein/Zweifamilienhaus, 2 000€ pro Wohneinheit bei Mehrfamilienhäusern).

Viele Heizungsarten wie Solarthermie, Wärmepumpe oder auch eine Holzheizung sowie auch Baunebenkosten der Heizungssanierung oder ein Fernwärmeanschluss lassen sich prozentual durch diese Bundesförderung unterstützen.

Auch Dämmung sowie neue Fenster/Türen lassen sich bezuschussen. Dabei ist insgesamt die Fördersumme von der durch die Sanierung zu erreichenden Effizienzhausklasse abhängig und die Zuschüsse steigen um 5 %, wenn die Maßnahme vorher durch einen Energieberater empfohlen wurde.